Minigefährt Yape transportiert Kleingüter autonom Yape: Ein Transportroboter für wichtige Lieferungen

Das Mailänder Hightech-Unternehmen e-Novia bringt mit Yape einen besonderen Lieferroboter auf die Straße. Mit dem kompakten Minifahrzeug können Boten- oder Versandfahrten ohne Beteiligung eines menschlichen Überbringers absolviert werden. Die Liefergüter kommen computergesteuert schnell und sicher an ihren Bestimmungsort und überwinden sogar Hindernisse.

Mit dem Yape Transportroboter werden Lieferungen schnell und smart erledigt

Yape: smarte und sichere Lieferung per Roboter

Yape ist die Abkürzung für „Your Autonomous Pony Express“. Der Pony-Express war der legendäre als Reiterstafette organisierte Kurierdienst aus dem Wilden Westen, der in den 60ern des 19. Jahrhunderts so bedeutende Dokumente wie Präsident Lincolns Antrittsrede transportierte.

Der zweirädrige Lieferroboter Yape ist für den Einsatz auf europäischen Straßen konzipiert. Auch dort lauern Widrigkeiten in Form von Staus, Passanten oder Engpässen durch parkende Autos. Kein Problem für Yape: Klein und kompakt kann er auf seinen Fahrten auch Abkürzungen und Schleichwege benutzen, die ein motorisierter Bote nicht durchqueren kann. Das Design des Roboters ermöglicht es, sich auf der Stelle zu drehen und Hindernisse wie Bordsteinkanten oder Straßenbahnschienen problemlos zu überwinden. Dabei erscheint Yape nicht roboterhaft, sondern zeigt italienische Eleganz: Das etwa kniehohe Gefährt mit seinen kurvigen Konturen ist einem Kleinwagen nachempfunden und wirkt freundlich und vertraut.

Yape als zuverlässiger und flexibler Transportroboter

Das Szenario, in dem Yape zum Einsatz kommen soll, sieht vor, dass verschiedene Roboter im Umkreis unterwegs sind. Die aktiven Geräte bilden dabei einen parallel zum normalen Fahrzeug- und Passantenaufkommen laufenden Verkehr, mit dem sie nicht in Berührung kommen.

Die Yape-App: Herzstück des autonomen Transports

Kern des Yape-Dienstes ist die App, ohne die der Kurierroboter nicht genutzt werden kann. Sowohl Versender als auch Empfänger müssen die App auf ihrem Smartphone oder Tablet installiert haben. Über die App wird ein Yape-Roboter, der gerade keinen Transport absolviert, herbeigerufen. Der Auftraggeber für den Transport kann das Ladefach des Roboters öffnen, die Sendung darin ablegen und den Yape dann, wiederum per App, zu seiner Zieladresse schicken. Sowohl Absender als auch Empfänger authentifizieren sich via Gesichtserkennung. Seine Ankunft meldet der Roboter jeweils über die App an.

So findet der Yape-Roboter sein Ziel

Yape bewegt sich nicht auf der Straße, sondern nutzt Bürgersteige und Radwege, registriert Ampeln, Verkehrsschilder und Zebrastreifen und kommt zielstrebig voran. Hindernisse erkennt er mit Kamera, Sensoren und Laserabstandsmessung. So werden Kollisionen mit Passanten und Fahrzeugen vermieden und Barrieren umfahren. Selbst im Fall eines Zusammenstoßes kann Yape durch sein kleines Format und geringes Gewicht keine größeren Schäden verursachen. Seinen Weg findet der Roboter per Navigationssystem. Yape fährt auf dem Gehweg mit sechs Kilometern pro Stunde. Auf dem Radweg bewegt sich der autonome Roboter mit einer Höchstgeschwindigkeit von zwanzig Stundenkilometern innerhalb einer Reichweite von achtzig Kilometern vorwärts. Er verarbeitet Verkehrsinformationen und findet so die kürzeste und schnellste Strecke.

Yape: so sicher sind die Sendungen

Das Ladefach des Yape-Roboters lässt sich, einmal geschlossen, nicht öffnen. So sind die Inhalte vor fremdem Zugriff sicher. Erst der Empfänger der Sendung kann sich am Zielort der Fahrt per App oder Gesichtserkennung als befugt ausweisen. Ist das geschehen, lässt sich das Ladefach entsperren und die Sendung entnehmen.

Durch die Anmelde- und Annahmeinformationen sind Versand und Zustellung der Sendung dokumentiert. Der ordnungsgemäße Ablauf des Vorgangs ist jederzeit belegbar.

Yape gehört zu den weitentwickelten Lieferrobotern

Yape im Vergleich zu konventionellen Kurierdiensten

Lieferroboter und Paketdrohnen sind aktuell ein viel diskutiertes Thema. Yape von e-Novia ist unter den Mitbewerbern ein bereits weit entwickeltes Modell, sowohl was seine Reichweite als auch die Implementierung von smarter Technologie betrifft. Auf Kurzstrecken ist Yape motorisierten Kurierdiensten überlegen. Die Mikroroboter sind unabhängig von befahrbaren Zonen und Parkflächen, geraten nicht in Staus und sind besonders umweltfreundlich im Betrieb.

Yape – das sind die Vorteile des Lieferroboters

•            maximale Flexibilität für Fahrten durch sein kompaktes Design

•            höchste Verkehrssicherheit durch Erkennen von Hindernissen

•            Schutz der Sendungen durch App und Schließsystem

•            Entlastung des Stadtverkehrs, da Lieferfahrzeuge ersetzt werden

•            umweltfreundlich, da keine Emissionen

•            in Fußgängerzonen einsetzbar

Auch für die Logistik von kompakten Lasten innerhalb eines Firmengeländes könnten sich Yape-Roboter effektiv einsetzen lassen.

Auch in Fußgängerzonen findet sich der autonome Roboterkurier Yape sicher zurecht

Fazit: Yape ist ein futuristischer Helfer für kleine Kurierfahrten

Der Kurierversand mit Yape folgt einem gut durchdachten und technologisch beeindruckenden Konzept. Besonders in städtischen Umgebungen mit engen Altstadtgassen und weiträumigen Fußgängerzonen, bei denen Fahrrad- und Autokuriere nicht auf kürzestem Weg zum Ziel kommen, sind die selbstfahrenden Mikroroboter eine vielversprechende Transportlösung.

Yape: Preise und Verfügbarkeit

e-Novia präsentierte Yape im Rahmen der Consumer Electronics Show, die im Januar 2019 in Las Vegas stattfand, der Öffentlichkeit. Anwender und Interessenten müssen sich noch gedulden: Der Kurierroboter von Yape ist derzeit noch nicht im Handel erhältlich. Das Potenzial der Prototypen überzeugt jedoch bereits jetzt. Erfolgreiche Testfahrten und Pressevorführungen stießen auf reges Medieninteresse.

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homeandsmart Autor Sebastian Greis

Smart Home-Experte mit einem Auge für Details. Ehemaliger Modellbau-Fachredakteur, der jetzt für home&smart untersucht, wie alltagstauglich smarte Haushalts- und Elektrogeräte wirklich sind. Bewertet, testet und vergleicht Smart Home-Geräte wie Kühlschränke, Grills oder Steckdosen und erklärt.