Hersteller dementiert Ring Dienste-Hack und gibt Tipps Ring Hack? "Die Dienste von Ring wurden nicht kompromittiert"

"Die Dienste von Ring wurden nicht kompromittiert", so das Amazon Tochterunternehmen Ring zu den Hacker-Meldungen in den Medien. In US-Medien verbreiteten sich Meldungen zu Sicherheitskamera-Hacks von Ring. Bei genauerem Hinsehen scheint das Problem allerdings nicht bei Ring zu liegen. Das Unternehmen spricht davon, dass "böswillige Akteure die Zugangsdaten vereinzelter Ring-Nutzer (z.B. Benutzername und Passwort) von einem separaten, externen, nicht-Ring-Dienst erhalten und dazu verwendet haben, sich auch in deren Ring-Konto anzumelden."

 

Sicherheitskamera Hersteller Ring gibt Entwarnung und warnt vor Anbietern von Drittdiensten

Hacker spionierten Kinderzimmer mit Ring-Kamera aus

Es ist der Supergau eines jeden Herstellers von Sicherheitskameras. Wie ein Lauffäuer verbreitete sich in den Medien die Meldung von einem Sicherheitskamera-Hack, der das Amazon-Unternehmen Ring betroffen haben soll.

Laut einer Hacker-Meldung der renommierten US-Tageszeiteung New York Times soll eine Familie eine Überwachungskamera im Kinderzimmer ihrer drei Töchter installiert haben. Der Albtraum vieler Eltern: Vier Tage nach Anbrinben der Ring Sicherheitskamera ann der Wand soll der eingebaute Lautsprecher, den Song „Tiptoe Through the Tulips“ (in Zehenspitzen durch die Tulpen) in das leere Schlafzimmer abgespielt haben. Nachdem eine der Töchter auf den Song aufmerksam wurde, habe sich ein Mann mit unbekannter Stimme als Weihnachtsmann vorgetstellt.

Ring demeniert Hack seiner Sicherheitsdienste und gibt Tipps

Ring selbst dementiert den Hack seiner Sicherheitsdienste und erklärt, dass es nach Bekanntwerden des Vorfalls sofort Maßnahmen ergriffen hat, die Hacker von den betroffenen Ring-Konten auszusperren. Der Hack sei möglich geworden, weil die Hacker über einen "seperaten, Nicht-Ring-Dienst" Zugriff auf die Zugangsdaten der Opfer erhalten habe. Mit den Daten konnten sich die Eindringlinge Zugang zu den Ring-Konten der Geschädigten verschaffen. Eine Schwachstelle sei gewesen, dass viele Nutzer denselben Benutzernamen und Passwort für mehrere Dienste verwendet haben.

Ring erklärt, dass nach Bekanntwerden des Vorfalls geeignete Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Eindringlinge unverzüglich von nachweislich betroffenen Ring-Konten auszusperren. Die betroffenen Nutzer wurden vom Unternehmen informiert.

Ring empfiehlt allen Kunden, ihre Passwörter zu ändern und die angebotene Ring Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Folgende Tipps sollten Ring-Kunden zur eigenen Sicherheit beachten:

  • Werden Ring Geräte mit anderen geteilt, sollten diese dem Ring Konto als Gemeinsame Ring Benutzer hinzugefügt werden
  • Passwörter regelmäßig wechseln
  • Erstellen sicherer Passwörter
  • Für jedes Online-Dienste-Konto einen eigenen Benutzernamen und Passwort verwenden

Weitere Tipps und Tricks für den Schutz vor Smart Home Hackern und ein sicheres Smart Home WLAN finden Interessierte in unserer Rubrik Sicherheit.

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Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.