Verhaltensmaßnahmen bei einem Einbruch Einbrecher im Haus: Diese Notfallstrategien können Leben retten

Egal ob Reihenhaus auf dem Land oder Stadtwohnung im achten Stock: Niemand ist allein durch seine Wohnlage vor Einbruch geschützt, denn Kriminelle kennen viele Tricks, um ungesehen ins Haus zu kommen. Mal vermitteln sie Nachbarn den Eindruck, Handwerker oder Möbelpacker zu sein, die im Auftrag des Hausherrn in dessen Abwesenheit die Wohnung leer räumen - mal brechen sie im Schutz der Dunkelheit Türen oder Fenster auf. Wer im falschen Moment nachhause kommt, riskiert nicht nur den Verlust seines Eigentums, sondern schlimmstenfalls auch sein Leben. Wir erklären, was im Ernstfall zu tun ist und welche spontanen Reaktionen extrem gefährlich sein können.

Die meisten Einbrecher wollen unerkannt bleiben und fliehen bei Störungen

Woran merke ich, dass ein Einbrecher im Haus ist?

Selbst wer einen leichten Schlaf hat, hört nicht unbedingt, wenn kriminelle Profis sich Zugang zu den eigenen vier Wänden verschaffen. Intelligente Sensoren bleiben dagegen rund um die Uhr wachsam und melden ungewöhnliche Ereignisse per Signalton oder Push-Nachricht. Erhältlich sind sie zum Beispiel als Bewegungsmelder, Fenster-, Tür- bzw. Glasbruchsensor oder in Form von Sicherheitskameras und Alarmanlagen, die mehrere Überwachungsformen vereinen. Der Stiftung Warentest Test-Sieger ABUS Smartvest verfügt z.B. über einen integrierten Bewegungsmelder und kann mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden, wie Fenstersensoren, Sirenen, Rauchmelder, Wassermelder undKameras .

Hausbesitzer, die sich mit einer Alarmanlage nicht anfreunden können oder nur einen kleinen Wohnbereich überwachen wollen, sind auch mit einer Sicherheitskamera gut beraten. Diese eignet sich zum Beispiel für Hinterhöfe, Kellereingänge oder Eingangsbereiche. Die ABUS Überwachungskamera PPIC36520 erkennt  z. B. Bewegungen und startet anschließend automatisch die Videoaufzeichnung. Für eine möglichst hohe Bildqualität sorgen bei diesem Modell die integrierte Beleuchtung und die Infrarot-Nachtsichtfunktion.

Angriff oder Flucht: Welche Strategie vertreibt Einbrecher besser?

Viele Menschen glauben, Einbrecher durch Anschreien oder den Hinweis auf die bereits verständigte Polizei in die Flucht schlagen zu können. Nicht wenige sind sogar überzeugt davon, den Eindringling oder die Räuber spontan überwältigen zu können. Beides ist allerdings sehr gefährlich. Einbrecher sind meist sehr angespannt und führen nicht selten Einbruchswerkzeuge mit sich, die dazu geeignet sind, schwere Verletzungen zu verursachen. Aus diesem Grund rät die Polizei, zum Selbstschutz besser folgende Strategien anzuwenden.

Das ist zu tun, wenn der Einbrecher die eigene Anwesenheit noch nicht bemerkt hat:

  • Haus oder Wohnung verlassen, falls noch möglich, und von einem sicheren Ort die Polizei rufen. Ein sicherer Ort kann beispielsweise die Nachbarswohnung sein oder ein naheliegendes Geschäft. Ansonsten im Schlafzimmer oder Bad einschließen und von dort aus die Polizei verständigen. Anschließend eine möglichst genaue Beschreibung der Situation abgeben.
  • Fluchtwege und Ausgänge freihalten, um den Täter nicht in die Enge zu treiben und so Gewalt zu provozieren.
  • Auf jeden Fall Zurückhaltung üben und nicht angreifen.
  • Falls vorhanden, Autoschlüssel mit Fernbedienung nutzen, um die Alarmanlage im Auto zu aktivieren. Auch ein mobiler Panikknopf kann im Ernstfall sehr hilfreich sein.

Notfallmaßnahmen bei der direkten Konfrontation mit Einbrechern:

  • Defensiv auftreten und Fluchtwege freihalten. Die meisten Einbrecher fliehen beim Auftauchen der Bewohner und greifen nur an, wenn sie in die Enge getrieben werden.
  • Möglichst viele Details der Kleidung, Ausrüstung und Statur des Eindringlings einprägen.
  • Nichts aufräumen, um keine Spuren zu verwischen, sondern umgehend die Polizei rufen.
Bei einem Einbruch ist Rückzug für die Hausbewohner meist die beste Verteidigung

Wie kann ich mich im Notfall gegen einen Einbrecher wehren?

In den Medien tauchen immer wieder Berichte zu Hausbewohnern auf, die sich mit Gewalt und zum Teil sogar Schusswaffen gegen Einbrecher zur Wehr setzten - und anschließend vor Gericht landeten. Denn Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung durch Einbrecher rechtfertigen vor dem Gesetz noch lange keine schweren Körperverletzungen oder Tötungsdelikte. Selbstverteidigung im Sinne der Notwehr ist nur erlaubt, wenn Leben bzw. körperliche Unversehrtheit, sexuelle Selbstbestimmung, Eigentum oder Ehre massiv angegriffen werden und dadurch eine konkrete Bedrohung ausgeht. Beginnt ein Einbrecher sein Opfer beispielsweise zu schlagen, darf dieses sich selbstverständlich wehren. Notwehr darf jedoch immer nur zum Eigenschutz oder zum Schutz hilfloser Dritter (z. B. Kinder) durchgeführt werden. 

Wer einen Einbrecher überwältigt, darf ihn festhalten, bis die Polizei eintrifft

So kommen Einbrecher erst gar nicht ins Haus

Damit es gar nicht erst zum Ernstfall kommt, kann jeder die Sicherheit in seinem Zuhause schon mit wenigen Maßnahmen deutlich erhöhen. So melden z. B. Fenster- oder Türsensoren zuverlässig, wenn jemand versucht, diese von außen zu öffnen. Zudem schrecken gut sichtbare Alarmanlagen im Eingangsbereich Einbrecher wirksam ab. Weitere Maßnahmen wären das Anbringen von Fenster-Panzerriegel und Schutzbeschlägen bzw. Zieh-Schutzrosetten an der Tür.

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem Saugroboter, Smart Home Kameras und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.

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